Monat: April 2019

Folge 23 António Lobo Antunes

Wenn man so richtig geil auf anspruchsvolle Literatur ist, dann muss man António Lobo Antunes lesen! Der portugiesische Autor entführt uns in seinem Roman „Das Handbuch der Inquisitoren“ (1996) in die Zeit der Nelkenrevolution in Portugal. Am 25. April 1974  befreite sich Portugal durch einen Militärputsch von der Diktatur. Die rote Hängebrücke in Lissabon ist nach diesem Tag benannt an dem bis heute rote Nelken verkauft werden. Die Sätze des Schriftstellers und Psychiaters Antunes sind ohne Punkte ineinander verwoben, bilden einen Text-Teppich der unermüdlich die Geschichte aus der Perspektive unterschiedlichster Teilnehmer aneinanderreiht und dabei die Walze des Webstuhls wie den Zeitverlauf der Welt trotz Staub und Monotonie antreibt. Am Schluss machen wir noch einen Ausflug in die Festivalkultur und reden über die Netflix-Dokumentation „Fyre: The Greatest Party that Never Happened“ (2019) und irgendwo erwähnen wir auch noch den #AusstiegHochschule Viel Spaß! Weiterlesen

Folge 22: Tropicalismo + MJackson

Cece bricht ihre wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Michael Jackson auf die Wunderkind-Vermarktung und die Vorlesung Medien des Rechts runter und wir brechen das Tabu des Kindesmissbrauchs und tauschen uns über die Dokumentation „Leaving Neverland“ aus. #MichaelJackson

Dann brechen wir das Thema ab und brechen nach Brasilien auf: Im Zentrum steht die kulturelle, politische Bewegung des Tropicalismo  und Caetano Velosos Song „Tropicalia“ bei dessen Übersetzung hoffentlich niemand brechen muss. Irgendwie durchbrechen wir dann Themen wie die 1968er Bewegung im ehemaligen Jugoslawien, die DDR-Tour von Udo Lindenberg, den Cinema Novo in Brasilien und das Motiv des Kannibalismus – ob das ein Verbrechen ist? Zerbrechen tut auf jeden Fall eine Vase und wahrscheinlich auch die Geduld unserer Hörer – aber Hey! Wir singen ganz viel brasilianische gute Laune Musik für die Seele und den Intellekt! Diese Mischung: Ein Durchbruch! Man bemerke ganz nebenbei die Kombinationen des Verbes „brechen“. Wir feiern Präfixe liebe Linguisten!

Weiterlesen

Folge 21: Chico Buarque

Mit Chico Buarques Buch „Mein deutscher Bruder“ von 2014 starten wir unsere lusophone (portugiesisch-sprachige) Reihe, wobei Thomas Mann nicht weit entfernt bleibt. Der brasilianische Autor und Musiker erzählt von seinem deutschen Halbbruder, Horst Günther, der tatsächlich in der DDR als Sänger gelebt hat. Das Buch lebt von einem literarischen Namedropping, was zynisch treffend, trotz der ernsten Thematik (es spielt zur Zeit der Militärdiktatur), uns zum Lachen bringt. Während Cece über Aprikosen im Haar trällert, singt Emma den Liedtext „Nossa“ und ist völlig schockiert über ihre Bedeutung:) Neben der Rubrik „Vorlesen“ ist diesmal die Rubrik „Brasilien für Dummys“ auch dabei, wobei uns ein Einblick in das Werk Chico Buarques Vater Sérgio Buarque de Holanda rettet. Achso, wie man eine Kokosnuss melkt erklären wir auch! Springt auf! Weiterlesen

© 2019

Theme von Anders NorénHoch ↑