Monat: April 2020

Folge 66: A Star is Born

Wir lesen das Buch „A Star Is Born: Judy Garland and the Film that Got Away“ von Judy Garlands Tochter Lorna Luft, der Halbschwester von Liza Minnelli. Wusstet ihr, dass der Film für den Lady Gaga 2019 einen Oscar bekommen hat, ein viel bearbeiteter Stoff ist? Berühmt war zum Beispiel die Verfilmung mit Barbara Streisand von 1976, ebenfalls Oscar prämiert. Nur Judy Garland, die sich 1954 mit viel Kraft ein Comeback durch den Film erhoffte, blieb nicht nur ohne Oscar sondern darüber hinaus psychisch am Ende. Unwürdige, unlogische Filmschnitte und dann die Streifen unauffindbar?! Die Restauration des Films hat posthum bestätigt, dass Esther zu ihren besten Rollen gehörte. Tragisch, wie sehr Judys Leben sowohl Esther als auch Norman ähnelte. Wir diskutieren Hollywood als Luhmannsches System, feiern und kritisieren Lady Gagas Dokumentation und philosophieren über Pop und seine Vergangenheit. Der erhoffte private Einblick in das Leben von Lorna fehlt allerdings und die Fragmente, die sie uns über das Leben ihrer Mutter bietet, sind aus anderen Quellen längst bekannt.

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Folge 65: Julie Andrews

Wir hängen noch der Rock und Punk Szene der 1960er nach und heben mit Julie Andrews die Genrevielfalt dieser Zeit hervor. 1935 in England geboren, eroberte Julie als Mary Poppins 1964 und 1965 im The Sound of Music die Herzen der Welt. Während Emma in Belgrad als Kind am Liebsten in „Meine Lieder meine Träume“ („Moje pjesme moji snovi“ auf Serbokroatisch) selbst gelebt hätte, kennt Cece nur Mary Poppins aus ihrer Kindheit. Wir diskutieren, warum es in den Ländern in denen es spielt, Deutschland und Österreich, zunächst kein Erfolg wurde. Es folgt ein musikpädagogischer Ausflug in die Solmisations-Lehre mit Tipps für heranwachsende Sänger. Nutzt die Corona-Zeit zuhause um eure Talente wieder auszupacken, hört Podcasts und lest was das Zeug hält:)

Folge 64: Patti Smith

Wir besprechen das Buch „Just Kids“ von Patti Smith! Die erste Autobiografie der godmother of punkrock. Der Beginn des Buches ist eine Hommage an den Fotografen Robert Mapplethorpe, den sie 1967 trifft und der für pornografische Fotografien und düstere schwarz-weiß Portraits bekannt wurde. Während Patti Smith noch als Bildende Künstlerin und Poetin auf der Suche nach ihrer künstlerischen Bestimmung war, wurde Robert in die Künstlerszene um Andy Warhol aufgenommen.  Viel später erst entdeckte Patti ihr Talent als musikalische Performerin. Von dem Leben auf die Straße ins Chelsea Hotel, Drogen, Aids und Beatnik Aura! Weiterlesen

Folge 63: Die Pest

Achtung! Dies ist eine Corona Folge! Wir tauschen uns aus wie wir die Zeit zuhause in Bremen oder in Belgrad herumbekommen und haben uns den Klassiker der Seuchen-Literatur herausgesucht: Die Pest von Camus! Ab Minute 16 berichten wir, warum es sich gerade jetzt lohnt Albert Camus zu lesen und ermutigen auch hier wieder zum Buch zu greifen. Aufgrund der Berichtform ist der Roman gar nicht so schwer zu lesen wie man denkt. Die Liebe in Zeiten der Cholera von Gabriel García Márquez heben wir uns jedoch für unsere spanische Reihe auf, Cece ist btw ziemlich enttäuscht von der Verfilmung. Wer Bock hat auf so richtig krasse Katastrophen-Literatur, der sollte lieber in unsere Folge über die Literaturgrundlage der HBO Serie Chernobyl reinhören. Bis dahin, bleibt gesund!

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