Monat: November 2020

Folge 75: Berufsfeld Regie

„Einfach mal loslegen!“ Das sind die Worte des Hausregisseurs Jan Christoph Gockel der Münchner Kammerspiele auf unsere Frage, wie er in drei Worten seinen Beruf beschreiben würde. Ein Rat der uns Studenten motiviert! Sein Werdegang verlief dabei nicht immer stringent und sei alles andere als abgeschlossen, als Regisseur befände man sich ständig in Ausbildung. Auch das Regie-Studium, das Jan-Christoph Gockel an der Ernst Busch in Berlin absolvierte, sei kein Muss als Voraussetzung für den Beruf. Immer wieder läuft es auf die Kontakte und die Praxiserfahrung hinaus, die man im Idealfall schon im Studium suchen sollte. Sich einfach mal den Raum nehmen etwas auszuprobieren: „Einfach mal machen“, alleine oder am besten zusammen in einer Gruppe, das ist etwas das Jan- Christoph Gockel uns Studenten der Theaterwissenschaft mitgeben möchte. Denn die Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Künstler*innen und das gemeinsame Entwickeln einer neuen Sprache auf verbaler und künstlerischer Ebene, bedeuten ihm sehr viel. Seine Frage an uns am Schluss der Folge wirkt dabei noch lange nach: Was sind die Themen, die unsere Generation beschäftigen? Wie möchten wir Welt beschreiben? Lässt sich aus der Unsicherheit eine Energie entwickeln? #theaterstudiumundjetzt

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Folge 74: Berufsfeld Dramaturgie und Theaterpädagogik

“Dahin gehen, wo man ein ehrliches Interesse hat.“ So lautet Katrin Maiwalds Rat an uns Theaterwissenschafts-Studierende, welchen sie selbst früher bekommen und nun verwirklicht hat.
Katrin Maiwald ist momentan leitende Theaterpädagogin am „Theater der jungen Welt“ in Leipzig und arbeitete unter anderem in Mainz und Linz als Dramaturgin. Und das obwohl sie nie Dramaturgie studiert hat. Wir fragten: „geht das überhaupt?“ Katrin Maiwald setzt ein klares „Ja!“. Was für ein Stein uns da vom Herzen fällt! Im Gespräch mit Larissa Lubetzki und Mara Kühn erzählt sie ausführlich und zugänglich von ihren Jobs, die abwechslungsreich Theorie und Praxis vereinen. In den 60 Minuten klären wir mit Katrin Maiwald Fragen rund um Vertragssituationen, Vitamin B sowie Besonderheiten von intergenerationeller Theaterarbeit bis hin zur persönlichen Lieblingsliteratur. Im Austausch schwinden die Sorgen seitens der Studierenden bezüglich Berufseinstieg, Wohnortwechsel und der aktuell erschwerten Theatersituation durch Corona. Vielmehr ermöglicht er einen positiven, transparenten Ausblick für uns Studierende, über denen immer die Frage schwebt: #theaterstudiumundjetzt Weiterlesen

Folge 73: Theaterwissenschaft – und jetzt? Performance! Wissenschaft!

In der ersten Folge der Sonderreihe: „Theaterwissenschaft – und jetzt?“ führen Charlotte Hennen und Marvin Mohrhardt, Studierende der Theaterwissenschaft an der Uni Mainz, ein Interview mit Laura Brechmann und stellen Fragen über ihre Arbeit und ihren Werdegang: Wie fasst man in der künstlerischen Szene Fuß, wie entwickelt man ein Netzwerk? Wie bringt man alle Standbeine unter einen Hut? Laura Brechmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Johannes Gutenberg Universität Mainz und arbeitet zusätzlich als freie Performerin, Tanz- und Theaterjournalistin. In ihrer Arbeit verbindet sie wissenschaftliche Theorie mit künstlerischer Praxis und erforscht hauptsächlich Taumel und Schwindel als choreographisches Element in Tanz und Performance. Laura Brechmann berichtet, wie sie beides, Performance und Wissenschaft, in sich vereint und wie sie diese Schnittstelle für sich zu einem besonderen Merkmal machen konnte. Gerade während des Corona-Lockdowns steht sie, wie viele Kunst- und Kulturschaffende, vor Herausforderungen, die für Laura Brechmann aber wiederum auch eine besondere Greifbarkeit des Konzepts „Schwindel“ mit sich bringen. Wir sprechen über ihre Anfänge und Inspirationsquellen und dass sie sich, entgegen der Klischees, weniger mit narrativem, abgeschlossenem Theater beschäftigen möchte. Sie reizen eher unabgeschlossene Projekte, die auch frustrieren dürfen, ein Ansatz des stetigen work in progress der inspiriert! Weiterlesen

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