Autor: cffaust (Seite 1 von 8)

Folge 75: Berufsfeld Regie

„Einfach mal loslegen!“ Das sind die Worte des Hausregisseurs Jan Christoph Gockel der Münchner Kammerspiele auf unsere Frage, wie er in drei Worten seinen Beruf beschreiben würde. Ein Rat der uns Studenten motiviert! Sein Werdegang verlief dabei nicht immer stringent und sei alles andere als abgeschlossen, als Regisseur befände man sich ständig in Ausbildung. Auch das Regie-Studium, das Jan-Christoph Gockel an der Ernst Busch in Berlin absolvierte, sei kein Muss als Voraussetzung für den Beruf. Immer wieder läuft es auf die Kontakte und die Praxiserfahrung hinaus, die man im Idealfall schon im Studium suchen sollte. Sich einfach mal den Raum nehmen etwas auszuprobieren: „Einfach mal machen“, alleine oder am besten zusammen in einer Gruppe, das ist etwas das Jan- Christoph Gockel uns Studenten der Theaterwissenschaft mitgeben möchte. Denn die Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Künstler*innen und das gemeinsame Entwickeln einer neuen Sprache auf verbaler und künstlerischer Ebene, bedeuten ihm sehr viel. Seine Frage an uns am Schluss der Folge wirkt dabei noch lange nach: Was sind die Themen, die unsere Generation beschäftigen? Wie möchten wir Welt beschreiben? Lässt sich aus der Unsicherheit eine Energie entwickeln? #theaterstudiumundjetzt

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Folge 74: Berufsfeld Dramaturgie und Theaterpädagogik

“Dahin gehen, wo man ein ehrliches Interesse hat.“ So lautet Katrin Maiwalds Rat an uns Theaterwissenschafts-Studierende, welchen sie selbst früher bekommen und nun verwirklicht hat.
Katrin Maiwald ist momentan leitende Theaterpädagogin am „Theater der jungen Welt“ in Leipzig und arbeitete unter anderem in Mainz und Linz als Dramaturgin. Und das obwohl sie nie Dramaturgie studiert hat. Wir fragten: „geht das überhaupt?“ Katrin Maiwald setzt ein klares „Ja!“. Was für ein Stein uns da vom Herzen fällt! Im Gespräch mit Larissa Lubetzki und Mara Kühn erzählt sie ausführlich und zugänglich von ihren Jobs, die abwechslungsreich Theorie und Praxis vereinen. In den 60 Minuten klären wir mit Katrin Maiwald Fragen rund um Vertragssituationen, Vitamin B sowie Besonderheiten von intergenerationeller Theaterarbeit bis hin zur persönlichen Lieblingsliteratur. Im Austausch schwinden die Sorgen seitens der Studierenden bezüglich Berufseinstieg, Wohnortwechsel und der aktuell erschwerten Theatersituation durch Corona. Vielmehr ermöglicht er einen positiven, transparenten Ausblick für uns Studierende, über denen immer die Frage schwebt: #theaterstudiumundjetzt Weiterlesen

Folge 73: Theaterwissenschaft – und jetzt? Performance! Wissenschaft!

In der ersten Folge der Sonderreihe: „Theaterwissenschaft – und jetzt?“ führen Charlotte Hennen und Marvin Mohrhardt, Studierende der Theaterwissenschaft an der Uni Mainz, ein Interview mit Laura Brechmann und stellen Fragen über ihre Arbeit und ihren Werdegang: Wie fasst man in der künstlerischen Szene Fuß, wie entwickelt man ein Netzwerk? Wie bringt man alle Standbeine unter einen Hut? Laura Brechmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Johannes Gutenberg Universität Mainz und arbeitet zusätzlich als freie Performerin, Tanz- und Theaterjournalistin. In ihrer Arbeit verbindet sie wissenschaftliche Theorie mit künstlerischer Praxis und erforscht hauptsächlich Taumel und Schwindel als choreographisches Element in Tanz und Performance. Laura Brechmann berichtet, wie sie beides, Performance und Wissenschaft, in sich vereint und wie sie diese Schnittstelle für sich zu einem besonderen Merkmal machen konnte. Gerade während des Corona-Lockdowns steht sie, wie viele Kunst- und Kulturschaffende, vor Herausforderungen, die für Laura Brechmann aber wiederum auch eine besondere Greifbarkeit des Konzepts „Schwindel“ mit sich bringen. Wir sprechen über ihre Anfänge und Inspirationsquellen und dass sie sich, entgegen der Klischees, weniger mit narrativem, abgeschlossenem Theater beschäftigen möchte. Sie reizen eher unabgeschlossene Projekte, die auch frustrieren dürfen, ein Ansatz des stetigen work in progress der inspiriert! Weiterlesen

Folge 72: Musikvermittlung

CfFaust im Gespräch mit Musikvermittlerin Mona Heiler. Wo setzt Musikvermittlung an und was muss man studieren, um Musikvermittler*In zu werden? Mona Heiler berichtet von ihrem Studium, ihrer eigens gegründeten GbR „KlaWIR am Bahnhof“ und ihrer Arbeit im Zukunftslabor in Bremen. Gerade in Zeiten von Corona muss die Wichtigkeit solcher musikalischen Projekte in sozialen Brennpunkten hervorgehoben werden. Mona Heiler berichtet, wie gestärkt und motiviert Kinder und Jugendliche ihrem Alltag begegnen, wenn er von Musik und Kultur bereichert wird. So setzt auch die Aktion „KlaWIR am Bahnhof“ über eine punktuelle Kontaktaufnahme mit Musik im Alltag hinaus, auf eine regelmäßige Begegnung mit Musik und Musikschaffenden. Weiterlesen

Folge 71: Sam Cooke Netflix Musik Mix

Wir diskutieren Netflix Musik-Dokumentationen und stellen, in Gedanken an die Black Lives Matter Bewegung, den Sänger Sam Cooke (1931-1964) ins Zentrum. Die Dokumentation „ReMastered“ verhandelt in Folge eins „The Two Killings of Sam Cooke“ seine Bedeutung im Civil Rights Movement u.a. neben Malcolm X. Weiterlesen

Folge 70: Groupie Kathy und Jimi Hendrix

Wir lesen das Buch „Through Gypsy Eyes“ von Kathy Etchingham, die als Groupie der 1960er Jahre bekannt wurde. Aber was ist das überhaupt, ein Groupie? Die Autobiografie von Kathy liest sich eher wie eine Auflehnung gegen dieses Label und räumt auf mit den mysteriösen Todesumständen von Jimi, der wie viele andere Künstler, mit 27 gestorben ist. Kathy war u.a. mit Brain Jones (Rolling Stones) und Keith Moon (The Who) zusammen, wobei sie sich immer von dem Startrubel fernhielt. Wir vermuten, dass Kathy hier das Buch nutzt, um ihr Image nachträglich etwas seriöser zu gestalten, weshalb wir die Schilderungen teilweise für etwas verharmlost halten, dennoch eine sehr inspirierende und intelligente Frau. Ein flüssiger Text der jenen Freude machen wird, die in den Zeitgeist der 1960er abtauchen wollen.

Folge 69: Leonard Cohen

Folge 68: Janis Joplin

Wir lesen das Buch „Love, Janis“ von Laura Joplin, der Schwester von Janis Joplin. Ein tolles Buch, wenn man einen Gesamtüberblick über die Zeit der Hippie-Bewegung bekommen möchte. Am stärksten wird das Buch, wenn Laura von der gemeinsamen Zeit mit Janis berichtet. Schockierend, wie den Eltern irgendwann bewusst wurde, dass sie keinerlei Einfluss mehr auf das Leben ihrer ersten Tochter hatten. Wir recherchieren eine Blues Definition die uns überrascht und lesen den Song „Mercedes Benz.“ Bis Minute 16 reden wir noch über das Phänomen der Diva und diskutieren, inwiefern Judy Garland (oder auch Janis Joplin) eine Diva ist, im Sinne von Elisabeth Bronfen. Weiterlesen

Folge 67: The Doors Jim und John

Wir lesen die Memoiren von John Densmore, dem Schlagzeuger der Band The Doors: „Riders on The Storm. Mein Leben mit Jim Morrison und den Doors“ von 1990. Durch die Briefform am Anfang der Kapitel, eine posthum an Jim gerichtete Anklage, ein sehr gelungenes literarisches Werk. Vor allem die Parallele zu seinem Bruder der ebenfalls Jim hieß, psychisch krank war und sich früh das Leben nahm, macht das Buch so ergreifend. Wir interpretieren den Songtext von The End indem sich Jim als Lizard King mit Ödipuskomplex inszeniert. Jim Morrisons Gedichtband „The Lords and the New Creatures“ von 1970 ist vor allem für Filmphilosophen interessant, da Jim selbst auch Kinematografie studierte. Es erschien ein Jahr vor seinem Tod.

Podcastfail: Seitdem Messdiener nicht mehr am Blasebalg Luft in die Pfeifen treten müssen, sind Orgeln immer elektronisch:) Living Theatre https://de.wikipedia.org/wiki/The_Living_Theatre

Folge 66: A Star is Born

Wir lesen das Buch „A Star Is Born: Judy Garland and the Film that Got Away“ von Judy Garlands Tochter Lorna Luft, der Halbschwester von Liza Minnelli. Wusstet ihr, dass der Film für den Lady Gaga 2019 einen Oscar bekommen hat, ein viel bearbeiteter Stoff ist? Berühmt war zum Beispiel die Verfilmung mit Barbara Streisand von 1976, ebenfalls Oscar prämiert. Nur Judy Garland, die sich 1954 mit viel Kraft ein Comeback durch den Film erhoffte, blieb nicht nur ohne Oscar sondern darüber hinaus psychisch am Ende. Unwürdige, unlogische Filmschnitte und dann die Streifen unauffindbar?! Die Restauration des Films hat posthum bestätigt, dass Esther zu ihren besten Rollen gehörte. Tragisch, wie sehr Judys Leben sowohl Esther als auch Norman ähnelte. Wir diskutieren Hollywood als Luhmannsches System, feiern und kritisieren Lady Gagas Dokumentation und philosophieren über Pop und seine Vergangenheit. Der erhoffte private Einblick in das Leben von Lorna fehlt allerdings und die Fragmente, die sie uns über das Leben ihrer Mutter bietet, sind aus anderen Quellen längst bekannt.

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