Autor: cffaust (Seite 2 von 5)

Folge 35: Gegenwartstheater Serbien & Kroatien

Unsere Abschlussfolge aus Zagreb: In bed with Emma und Cece. Auf dem Weg durch das Stadtzentrum entdeckten wir eine Ausstellung mit alten lokalen Ausdrücken, Germanismen aus der Zeit der Monarchie Österreich-Ungarn. Nach einer kleinen Diskussion über slawische Sprachen widmen wir uns der serbischen Theaterautorin Biljana Srbljanović und ihren Theaterstücken „Familiengeschichten. Belgrad“ von 1997. Aktuell steht auf dem Theaterprogramm in Zagreb Slavoj Žižek mit einer Antigone-Adaption in Regie  deutsch-kroatischer Regisseurin Angela Richter. Wir heben unsere Kroatien Highlights hervor, quatschen über den Winnetou bzw. Game of Thrones Tourismus in Dubrovnik, Kroatien und baden in frischen Feigen.

Folge 34: Krleza-Tourismus

Wir befinden uns in Zagreb und haben das Wohnhaus des kroatischen Schriftstellers Miroslav Krleza (1893-1981) und seiner Frau, der Schauspielerin, Bela Krleza besucht. Sie lebten umringt von Biedermeier-Möbeln, Messingtöpfen und geerbtem Porzellan, alles in allem ein sehr privilegiertes Ehepaar. Besonders angetan waren wir von seiner Bibliothek: Brecht, Proust, Voltaire, Dostojewski etc. Alles in Originalsprache, was für ein gebildeter Akademiker! Cece problematisiert seine Ausgabe von Hitlers „Mein Kampf“ mitten in seiner Sammlung und hätte sich hier gerne weitere Informationen vom Museum gewünscht. Emma feiert die getrennten Schlafzimmer der beiden, doch sicher sind wir uns nicht, wie sympathisch wir die beiden eigentlich finden. Wir reden über sein 1938 erschienenes Werk „Ohne mich. Eine einsame Revolution“ und sind begeistert von seinem Zynismus gegenüber der Doppelmoral seiner Zeit. Doch was ist das nun, diese europäische Identität, die hier schon so alt erscheint, dass sie längst zu einer Farce verkommen ist?

Folge 33: Zagreb

Wir melden uns zurück aus der Sommerpause mit einer ganz besonderen Urlaubsfolge: Gemeinsam aus Zagreb! Ein Jahr ist es jetzt her, dass wir Ivo Andrić in Belgrad besprochen haben, nun switchen wir von Serbien nach Kroatien aber bleiben bei der jugoslawischen Literatur. „Jug“ steht für Süden und „Jugoslawen“ ist ein Begriff für die Südslawen. Wir besprechen den Roman von der in Berlin lebenden Autorin kroatischer Herkunft Marica Bodrozic „Sterne erben, Sterne färben. Meine Ankunft in Wörtern“ (2007). Was für ein perfekter Ort über Bilingualität zu sprechen: Emma Balzaks Geburtsort Zagreb. Was macht Sprache mit unserer Erinnerung? Wie eng ist Sprache mit Heimat verbunden? Und was hat es mit diesem faszinierenden Wort auf sich, der Jugonostalgija?

Folge 32: Chernobyl

Heute reden wir im Podcast über Swetlana Alexijewitschs Roman „Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft“ (1997) und die HBO-Serie „Chernobyl“. Im Kernkraftwerk Tschernobyl, in der Nähe der nordukrainischen Stadt Prypjat geschieht am 26. April 1986 um 1:23:45 das Undenkbare: der größte anzunehmende Unfall. Reaktorblock 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl explodiert nach einem misslungenen Experiment. Die Feuerwehrleute, die noch in der Unglücksnacht ohne jede Schutzkleidung auf dem Reaktordach arbeiteten, überleben keine zwei Wochen – der Auftakt eine Jahre und Jahrzehnte andauernden Sterbens der Bewohner des Katastrophengebiets und der Helfer, der sogenannten Liquidatoren. Weiterlesen

Folge 31: Mosambik und Beyoncé

In der heutigen Folge erzählt uns Emma von dem fast zum Scheitern verurteilten 11. „Krokodil“ Festival in Belgrad. Stargast Michel Houellebecq sagt kurzfristig ab – ist das Festival trotzdem literarischer Höhepunkt des Jahres 2019 in Südosteuropa? Cece und Mimi erinnern sich an die gemeinsam besuchte Houellebecq Hundefoto-Ausstellung von 2017 in der Schirn Frankfurt. Dann gehen wir über zu einer kleinen Kurzgeschichten-Lektüre von dem mosambikanischen Autor Luís Bernardo Honwana „Wir haben den Räudigen Hund getötet“ (1980) und geben einen groben Überblick zu Literatur und Tanz aus Mosambik: Tofo Tofo! Aber was hat Beyonce schon wieder in dieser Folge zu suchen? Wieso verfolgt uns diese das-Universum-erobernde Frau bei jedem Schritt und Tritt? Voila, fertig ist der Salat dh. die Folge, viel Spaß!

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Folge 30: John Cage

Nach kleinen Koffer-Anekdoten (bis Minute 10) reden wir heute, inspiriert von Ceces Seminar „Performance Art und Pop“, über den Komponisten John Cage (1912-1992). Wir geben eine Einführung in musikgeschichtliche Grundlagen, erklären den Fortschrittsgedanken innerhalb der Musik und erklären mit Hilfe des „Four Chord Song“ Harmonielehre. Was ist atonal und was ist dissonant? John Cage ordnen wir als einen der frühesten Musik Performance Künstler ein und wir führen ab Minute 41:55 selbst eine Performance von ihm auf: Sein Stück 4’33 das er 1952 komponiert hat. Ist Stille überhaupt möglich? #performancepopmz

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Folge 29: Agustina Bessa-Luís

Es ist wieder soweit: #wirlesenfrauen und zwar „Die Sibylle“ von Agustina Bessa-Luís, ein Roman der in Portugal auf dem Lehrplan steht. Die portugiesische Autorin (1922 geboren) entführt uns in das Jahr 1846 in die Zeit der Bauernaufstände in Portugal. Der Generationenroman bietet uns einen guten Einblick in die Konflikte zwischen den Gesellschaftsschichten dieser Zeit, ländliche Bauernfamilien die durch Urbanisierung und das Erstarken des Bürgertums einander entfremdet werden. Die Geschichte des Hauses Vesada zeigt uns wie wichtig das Wissen über die Geschichte unserer Vorfahren ist und Bauernweisheiten erhalten hier sibyllinische Bedeutung.  Trotz der historischen Bezügen, beispielsweise zu dem Bandit Zé do Telhado, die teilweise an Familienkriege von Game of Thrones erinnern, sind wir mit der Erzählstruktur des Romans leider nicht zufrieden. Dafür singen wir Mariza, erklären wo der Portwein herkommt und Emma liest uns eine Textstelle auf serbokroatisch vor – einfach zum verlieben schön!

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Folge 28: Rachel de Queiroz + Beyoncé

Einen Monat nach Ostern laden wir unsere „Osterfolge“ hoch, singen Mahlers 2. Sinfonie und Christos Anesti. Vor allem aber reden wir über den Roman „Die drei Maria“ (1939) von Rachel de Queiroz (1910-2203).  Warum wurde die brasilianische Autorin auf die serbische Briefmarke gedruckt? Wie ist die Autorin politisch einzuordnen? Ihr Roman berichtet von drei Frauenfiguren, eine Art feminine Trinitas, die alle auf unterschiedliche Weise an ihrer Lebensaufgabe einen Ehemann zu finden, zerbrechen. Von #wirlesenfrauen leiten wir dann gesanglich über zum Black Feminism von Beyoncé in ihrer Netflix-Dokumentation „Homecoming“. Wir ordnen Beyoncé als Performance Künstlerin ein, bieten einen historischen Kontext in Bezug auf die Marching Bands und analysieren die colorblind Debatte in Bezug auf powerblindness. Weiterlesen

Folge 27: Daniel Galera

Von Apfel- und Kaffee-Sünden kommen wir zu Daniel Galeras Roman „So enden wir“. Ein Universitätsroman aus Brasilien, dessen reale Bezüge wir nur als Dystopie begreifen können. Ein Studentenkollektiv, gegründet in den optimistischen 1990er Jahren, trifft sich dreißig Jahre später anlässlich des Todes eines seiner Mitglieder. Der Journalist wurde bei einem bewaffneten Raubüberfall getötet. Hitze, Digitalisierung, Ausgrenzung von Minderheiten, Juni Demonstrationen in Porto Alegre etc. Hier lernen wir das Brasilien kennen, dass wenige Jahre später einen Rechtspopulisten zum Präsidenten wählte. Weiterlesen

Folge 26: Zeit Nacht + Machado de Assis

Cece erzählt von „der langen Nacht der Zeit 2019“ in Hamburg,  berichtet wie Klaus Maria Brandauer das Publikum auffordert wieder „mehr zu stören“ und rappt Deichkinds „richtig geiles Zeug“. Das hat inhaltliche Gründe. Ab Minute 36 leiten wir musikalisch über zu Joaquim Maria Machado de Assis (1839-1908) und seinem Werk „Die nachträglichen Memoiren des  Brás Cubas“ (1881). Mimi erzählt von ihrem Bücherclub und wir fordern unsere Hörer auf neue Lesezirkel zu gründen. Machado orientiert sich stark an Laurence Stern und wir können diesen Klassiker der brasilianischen Weltliteratur wärmstens empfehlen.

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