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Folge 72: Musikvermittlung

CfFaust im Gespräch mit Musikvermittlerin Mona Heiler. Wo setzt Musikvermittlung an und was muss man studieren, um Musikvermittler*In zu werden? Mona Heiler berichtet von ihrem Studium, ihrer eigens gegründeten GbR „KlaWIR am Bahnhof“ und ihrer Arbeit im Zukunftslabor in Bremen. Gerade in Zeiten von Corona muss die Wichtigkeit solcher musikalischen Projekte in sozialen Brennpunkten hervorgehoben werden. Mona Heiler berichtet, wie gestärkt und motiviert Kinder und Jugendliche ihrem Alltag begegnen, wenn er von Musik und Kultur bereichert wird. So setzt auch die Aktion „KlaWIR am Bahnhof“ über eine punktuelle Kontaktaufnahme mit Musik im Alltag hinaus, auf eine regelmäßige Begegnung mit Musik und Musikschaffenden. Weiterlesen

Folge 71: Sam Cooke Netflix Musik Mix

Wir diskutieren Netflix Musik-Dokumentationen und stellen, in Gedanken an die Black Lives Matter Bewegung, den Sänger Sam Cooke (1931-1964) ins Zentrum. Die Dokumentation „ReMastered“ verhandelt in Folge eins „The Two Killings of Sam Cooke“ seine Bedeutung im Civil Rights Movement u.a. neben Malcolm X. Weiterlesen

Folge 70: Groupie Kathy und Jimi Hendrix

Wir lesen das Buch „Through Gypsy Eyes“ von Kathy Etchingham, die als Groupie der 1960er Jahre bekannt wurde. Aber was ist das überhaupt, ein Groupie? Die Autobiografie von Kathy liest sich eher wie eine Auflehnung gegen dieses Label und räumt auf mit den mysteriösen Todesumständen von Jimi, der wie viele andere Künstler, mit 27 gestorben ist. Kathy war u.a. mit Brain Jones (Rolling Stones) und Keith Moon (The Who) zusammen, wobei sie sich immer von dem Startrubel fernhielt. Wir vermuten, dass Kathy hier das Buch nutzt, um ihr Image nachträglich etwas seriöser zu gestalten, weshalb wir die Schilderungen teilweise für etwas verharmlost halten, dennoch eine sehr inspirierende und intelligente Frau. Ein flüssiger Text der jenen Freude machen wird, die in den Zeitgeist der 1960er abtauchen wollen.

Folge 69: Leonard Cohen

Folge 68: Janis Joplin

Wir lesen das Buch „Love, Janis“ von Laura Joplin, der Schwester von Janis Joplin. Ein tolles Buch, wenn man einen Gesamtüberblick über die Zeit der Hippie-Bewegung bekommen möchte. Am stärksten wird das Buch, wenn Laura von der gemeinsamen Zeit mit Janis berichtet. Schockierend, wie den Eltern irgendwann bewusst wurde, dass sie keinerlei Einfluss mehr auf das Leben ihrer ersten Tochter hatten. Wir recherchieren eine Blues Definition die uns überrascht und lesen den Song „Mercedes Benz.“ Bis Minute 16 reden wir noch über das Phänomen der Diva und diskutieren, inwiefern Judy Garland (oder auch Janis Joplin) eine Diva ist, im Sinne von Elisabeth Bronfen. Weiterlesen

Folge 67: The Doors Jim und John

Wir lesen die Memoiren von John Densmore, dem Schlagzeuger der Band The Doors: „Riders on The Storm. Mein Leben mit Jim Morrison und den Doors“ von 1990. Durch die Briefform am Anfang der Kapitel, eine posthum an Jim gerichtete Anklage, ein sehr gelungenes literarisches Werk. Vor allem die Parallele zu seinem Bruder der ebenfalls Jim hieß, psychisch krank war und sich früh das Leben nahm, macht das Buch so ergreifend. Wir interpretieren den Songtext von The End indem sich Jim als Lizard King mit Ödipuskomplex inszeniert. Jim Morrisons Gedichtband „The Lords and the New Creatures“ von 1970 ist vor allem für Filmphilosophen interessant, da Jim selbst auch Kinematografie studierte. Es erschien ein Jahr vor seinem Tod.

Podcastfail: Seitdem Messdiener nicht mehr am Blasebalg Luft in die Pfeifen treten müssen, sind Orgeln immer elektronisch:) Living Theatre https://de.wikipedia.org/wiki/The_Living_Theatre

Folge 66: A Star is Born

Wir lesen das Buch „A Star Is Born: Judy Garland and the Film that Got Away“ von Judy Garlands Tochter Lorna Luft, der Halbschwester von Liza Minnelli. Wusstet ihr, dass der Film für den Lady Gaga 2019 einen Oscar bekommen hat, ein viel bearbeiteter Stoff ist? Berühmt war zum Beispiel die Verfilmung mit Barbara Streisand von 1976, ebenfalls Oscar prämiert. Nur Judy Garland, die sich 1954 mit viel Kraft ein Comeback durch den Film erhoffte, blieb nicht nur ohne Oscar sondern darüber hinaus psychisch am Ende. Unwürdige, unlogische Filmschnitte und dann die Streifen unauffindbar?! Die Restauration des Films hat posthum bestätigt, dass Esther zu ihren besten Rollen gehörte. Tragisch, wie sehr Judys Leben sowohl Esther als auch Norman ähnelte. Wir diskutieren Hollywood als Luhmannsches System, feiern und kritisieren Lady Gagas Dokumentation und philosophieren über Pop und seine Vergangenheit. Der erhoffte private Einblick in das Leben von Lorna fehlt allerdings und die Fragmente, die sie uns über das Leben ihrer Mutter bietet, sind aus anderen Quellen längst bekannt.

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Folge 65: Julie Andrews

Wir hängen noch der Rock und Punk Szene der 1960er nach und heben mit Julie Andrews die Genrevielfalt dieser Zeit hervor. 1935 in England geboren, eroberte Julie als Mary Poppins 1964 und 1965 im The Sound of Music die Herzen der Welt. Während Emma in Belgrad als Kind am Liebsten in „Meine Lieder meine Träume“ („Moje pjesme moji snovi“ auf Serbokroatisch) selbst gelebt hätte, kennt Cece nur Mary Poppins aus ihrer Kindheit. Wir diskutieren, warum es in den Ländern in denen es spielt, Deutschland und Österreich, zunächst kein Erfolg wurde. Es folgt ein musikpädagogischer Ausflug in die Solmisations-Lehre mit Tipps für heranwachsende Sänger. Nutzt die Corona-Zeit zuhause um eure Talente wieder auszupacken, hört Podcasts und lest was das Zeug hält:)

Folge 64: Patti Smith

Wir besprechen das Buch „Just Kids“ von Patti Smith! Die erste Autobiografie der godmother of punkrock. Der Beginn des Buches ist eine Hommage an den Fotografen Robert Mapplethorpe, den sie 1967 trifft und der für pornografische Fotografien und düstere schwarz-weiß Portraits bekannt wurde. Während Patti Smith noch als Bildende Künstlerin und Poetin auf der Suche nach ihrer künstlerischen Bestimmung war, wurde Robert in die Künstlerszene um Andy Warhol aufgenommen.  Viel später erst entdeckte Patti ihr Talent als musikalische Performerin. Von dem Leben auf die Straße ins Chelsea Hotel, Drogen, Aids und Beatnik Aura! Weiterlesen

Folge 63: Die Pest

Achtung! Dies ist eine Corona Folge! Wir tauschen uns aus wie wir die Zeit zuhause in Bremen oder in Belgrad herumbekommen und haben uns den Klassiker der Seuchen-Literatur herausgesucht: Die Pest von Camus! Ab Minute 16 berichten wir, warum es sich gerade jetzt lohnt Albert Camus zu lesen und ermutigen auch hier wieder zum Buch zu greifen. Aufgrund der Berichtform ist der Roman gar nicht so schwer zu lesen wie man denkt. Die Liebe in Zeiten der Cholera von Gabriel García Márquez heben wir uns jedoch für unsere spanische Reihe auf, Cece ist btw ziemlich enttäuscht von der Verfilmung. Wer Bock hat auf so richtig krasse Katastrophen-Literatur, der sollte lieber in unsere Folge über die Literaturgrundlage der HBO Serie Chernobyl reinhören. Bis dahin, bleibt gesund!

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